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Empfang von Bassidsch-Mitgliedern der wissenschaftlichen Kollegien an Universitäten Irans (2010/06/23 - 18:54)
Das Oberhaupt der Islamischen Revolution Ajatollah Khamenei sprach heute Vormittag bei einem Empfang von Bassidsch-Mitgliedern des wissenschaftlichen Kaders verschiedener Universitäten und akademischer Lehrzentren in Iran über den gegenwärtigen entscheidenden Zeitabschnitt  und die passive Stellung und Zerfahrenheit des Hegemonialsystems gegenüber der islamischen Bewegung, deren Sinnbild die islamisch-republikanische Staatsordnung ist. Er unterstrich die Wahrung von Einmütigkeit und Geschlossenheit und das Vermeiden von Konflikten und Spaltung, indem er sagte: „Der Zusammenhalt und die Einheit ist heute das wichtigste Bedürfnis des Landes und wer irgendetwas sagt, tut oder schreibt, was die Gesellschaft spaltet und Unrecht gegenüber anderen bedeutet, verstößt – selbst wenn ehrliche Absichten zugrunde liegen -  gegen die Interessen des Landes und der Islamischen Staatsordnung.“ Er fuhr fort: „Die Kunst der Islamischen Revolution bestand darin, dass sie alle falschen  Trennwände unter der Bevölkerung beseitigte und das gesamte Land in ein großes gemeinsames Reich für das iranische Volk verwandelte. Nun aber wollen einige erneut diese falschen und unberechtigten Trennwände aufstellen.“

Er unterstrich: „Grundlagen, Grundsätze und Zielrichtung sind alle klar und deutlich erkennbar. Wer  innerhalb des Rahmens der Prinzipien handelt,  ist Teil der Gesamtheit des Islamischen Systems.“  Indem er darauf hinwies, weshalb er wiederholt hervorgehoben hat, dass niemandem ein Unrecht geschehen darf, fuhr Ajatollah Khamenei fort: „Eine der wichtigsten Pflichten besteht darin, auf  geläutertes Denken und Handeln zu achten. Niemandem darf durch eine unberechtigte mündliche oder schriftliche Äußerung und ein Vorgehen, welches er nicht verdient,  ein Unrecht angetan werden.“

Seine Exzellenz, Ajatollah Khamenei erinnerte an die Art des Propheten des Islams (F.s.m.i.) ,wie er die Rechte der anderen, selbst wenn sie eine Sünde oder einen Verstoß begangen hatten, geachtet hat. Er sagte: „Man muss gerecht bleiben und darf nicht mehr sagen als das, was wahr ist und etwas nützt.“  Er fuhr fort: „Man darf nicht denken, dass einige , weil sie sich auf dem Wege Gottes Mühe geben, kämpfen und revolutionär eingestellt sind, über einige andere , die nach ihrer Meinung in dieser Beziehung tiefer einzustufen sind, alles sagen können, was sie möchten.“

Er verwies auf natürliche Unterschiede in Bezug auf den Glauben und die gedankliche Linien der Einzelnen und sagte: „Trotz der Unterschiede im Glaubensgrad muss für das kollektive  Leben unter Beachtung der Gerechtigkeit die Einheit und Geschlossenheit bewahrt werden.“

Das Oberhaupt der islamischen Revolution betrachtete es als wichtiges Anliegen, die Hauptziele und wesentlichen Merkmale nicht aus den Augen zu verlieren und unterstrich: „Die wichtigsten Indizien  sind:  Bekämpfung des Imperialismus,  entschiedene Abwehr der weltweiten Bewegung der Gottesleugnung und der Heuchelei und  transparente Abgrenzung von den Feinden der Revolution und Religion!“  

Ajatollah Khamenei sagte über die klare Abgrenzung zu den Feinden: „Wenn jemand keine klare Grenzlinie zu denen Feinden der Revolution und Religion zieht,  vermindert er seinen Rang, und wenn er sich den Feinden zuneigt, hat er die Markierungslinie der Staatsordnung überschritten.“  

Er fuhr: „Diese Indizien und Merkmale sind die wichtigste Grundlage und die wichtigsten Grundlinien der Vorwärtsbewegung der Islamischen Revolution und diese Bewegung muss unter Wahrung dieser Merkmale fortgesetzt werden.“  Das Revolutionsoberhaupt beschrieb den sehr entscheidenden jetzigen Zeitabschnitt, wobei er auf die internationalen Bedingungen und die Bestrebungen der Hegemoniemächte um die Anfeindung der Islamischen Staatsordnung hinwies. Er füge hinzu: „Die jetzigen Bedingungen sind deshalb so wichtig, weil das Zentrum des Weltimperialismus bei seiner Bekämpfung  der Islamischen Bewegung, deren wahres Sinnbild die islamisch-republikanische Staatsordnung Iran bildet, die Zügel aus der Hand verloren hat und nervös und zerfahren seine  letzten Versuche etwas zu erreichen anstellt.“

Ajatollah Khamenei verwies auf die Sackgasse, in welche die imperialistische Macht geraten ist, und fuhr fort: „Der Gürtel,  in den die imperialistischen Ordnung die internationalen Fragen, insbesondere in der wichtigen Region des Nahen Ostens eingeschnürt hat,  ist zerrissen und viele ihrer alten agitatorischen Kunstgriffe  sind für die Weltöffentlichkeit ans Tageslicht gekommen.“ Er sagte mit Hinweis auf die weltweite Zunahme von Empörung und Abscheu gegenüber dem US- und dem zionistischen Regime weiter: „Heute nimmt sogar in der US-Gesellschaft der tiefe Zorn über den mächtigen Einfluss der zionistischen Lobby zu und obwohl das US-Regime äußerste harte Bedingungen für die Bevölkerung dieses Landes aufgestellt hat, sind  die Zeichen für diesen Zorn deutlich zu erkennen.“  Er sagte auch, die Islamische Revolution, die Entstehung und die Präsenz der Staatsordnung der Islamischen Republik Iran würden für die Hegemonieordnung den Hauptfaktor für die jetzigen Probleme sein und deshalb würden sie auch die islamische Staatordnung anfeinden. Ajatollah Khamenei fuhr fort: „Aber die Eile bei der Herausgabe einer Resolution und die irreelle Dramatisierung  der Sanktionen und danach auch die nicht ernst zu nehmenden militärischen Drohungen  sind alles Zeichen für die passive Stellung, welche die Hegemonieordnung bei der Konfrontation  mit der gewaltigen und soliden Bewegung in der Islamischen Welt bezogen hat.“ Ajatollah Khamenei sagte, dass durch Ertragen von Mühen die Voraussetzungen für die Erreichung größerer Vorteile möglich werden und fuhr fort: „ An den Universitäten werden heute Bemühung und Einsatz im Bereich Wissenschaft und Forschung ebenso wie das Wirken im Bereich der Spiritualität und des Glaubens gebraucht und es ist nötig , dass die Moral der Anstrengung auf Gottes Wegen und der Dschihad-Geist über alle   wissenschaftlichen Tätigkeiten herrscht. Ebenso sind der kontinuierliche  und rechtzeitige Mitbeteiligung und  die Stärkung der inneren Erkenntnis und Weitsicht im gesamten Universitätswesen erforderlich.“

Ajatollah Khamenei erinnerte an die Art der Entstehung des Bassidsches der Universitätsdozenten vor 12 Jahren und sagte, dass dieser Bassidsch zu einer bedeutenden Bewegung wurde und seine Existenz einen Segen für die Islamische Staatordnung darstellt. In diesem Zusammenhang sagte er weiter: „Das soll nicht bedeuten, dass es nur in dieser Vereinigung gläubige und revolutionäre Universitätsprofessoren gibt. Aber es gibt heute eine große Zahl von Dozenten an den Universitäten, die Bassidschi sind und ihr Beitrag ist hervorragend und von großer Wirkung.“

Das Revolutionsoberhaupt bezeichnete den Bassidsch als einmalige Maßnahme während der Islamischen Revolution und als eine kostbare Hinterlassenschaft des  klugen und ehrwürdige Imam Chomeini und Erinnerung an ihn. Er fügte hinzu:  „In Wahrheit kam es gleich zu Anfang der Revolution, als der Imam (r.h.) Vertrauen in die Bevölkerung setzte und sie auf die gesellschaftliche Szene holte, zur Entstehung des Bassidsches. Dieses Vertrauen führte zum Vertrauen des Volkes in sich selbst.“

Indem er betonte, dass die Kultur und das Wesen des Bassidsches Ausgangspunkt für zahlreichen Segen in der Islamischen Staatsordnung wurde, sagte Ajatollah Khamenei weiter: „Der Bassidsch ist in Wahrheit ein unsichtbares Heer, welches keine Ansprüche stellt  und landesweit alles umfasst.“  Er betonte, dass der Beteiligungsbereich des Bassidsches sehr groß ist und über  die begrenzte militärische Arena hinausgeht und fügte hinzu: „Der Bassidsch ist nicht als militärische Einrichtung zu betrachten, sondern diese Mobilisation (Bassidsch) ist ein allgemeine  Angelegenheit, die alle Orte und Zeiten und Bereiche mit einbezieht und die unter  allen Bevölkerungsschichten zugegen ist.“

Daraufhin beschrieb das Oberhaupt der Islamischen Revolution die Stellung und die Rolle von Professoren an den Universitäten, insbesondere die Rolle der gläubigen und revolutionären unter ihnen und schilderte die Erwartungen, welche die Islamische Staatsordnung an die Universitäten stellt und die Erfordernisse, die heute die akademischen und universitären Zentren erwidern sollten. Er sagte: „Die Pflicht eines Bassidschi-Professors besteht darin rechtzeitig und in aufrichtiger Absicht -   in Bemühung auf dem Wege Gottes  und wirksam - an der Universität und bei der Heranbildung von gelehrten und gläubigen Menschen auf der Stufe Schahid Tschemrans zur Stelle zu sein.“ Ajatollah Khamenei sagte über die Erwartungen, die an die Universitäten gestellt werden: „Die wichtigste Forderung an die Universitäten und wissenschaftlichen Zentren ist die beschleunigte Fortsetzung der wissenschaftlichen Entwicklung des Landes bis zur Erreichung  eines hohen wissenschaftlichen Standes, welcher der Bevölkerung und der Geschichte Irans gebührt.“

Mit Hinweis auf den Bericht eines renommierten internationalen Zentrums über das Tempo des wissenschaftlichen Fortschrittes und der Gewinnung von neuen Wissen, sagte er weiter: „In diesem Bericht wird die Geschwindigkeit des wissenschaftlichen Fortschritts Irans als das Elffache des internationalen Durchschnitts bewertet. Dies zeigt die wissenschaftliche Weiterentwicklung. Aber man sollte sich nicht mit diesem Stand zufrieden geben, sondern um die Erreichung des Gipfels bemüht sein und entsprechend planen.“  Das Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte weiter, die Existenz einer großen Anzahl von spezialisierten Wissenschaftlern, die an Gott glauben und von der Dschihad-Bemühung auf Seinem Wege und den hehren Zielen der Islamischen Republik Iran überzeugt sind, sei dem verstorbenen Imam (Khomeini r.h.) zu verdanken und weltweit außergewöhnlich. Er fuhr fort: „Die Forderungen der Islamischen Staatsordnung bewegen sich auf internationaler Ebene. Daher überrascht es nicht, wenn die Erreichung des Gipfels der wissenschaftlichen Fortschritt und die Heranbildung von Wissenschaftlern wie Schahid Tschemran erwartet wird.“ Ajatollah Khamenei verwies auf die Standpunkte der Islamischen Staatsordnung in Bezug auf Mensch, Regierung, die Frau, Moral und Wissenschaft, sowie die Darlegung dieser Standpunkte weltweit und sagte:  „Die Bestrebung soll hoch sein und der gedankliche Horizont weit und ihr solltet keine Angst haben, diese Forderungen auf internationaler Ebene vorzustellen und euch wegen einiger spöttischen Bemerkungen darüber, dass ihr international diese Ideen und Standpunkte vorlegt, nicht fürchten.“ Indem er betonte, dass die Ideale und Ziele der Islamischen Staatsordnung sehr umfassend sind und von wissenden und gerechten Menschen akzeptiert werden, sagte er weiter: „Die Islamische Ordnung fordert die Auflösung der Hegemonieordnung, die Herstellung von weltweiter Gerechtigkeit und den Einsatz der Wissenschaft für das Wohl der Menschen.“

Ajatollah Khamenei unterstrich: „Ein Volk mit solchen Idealen, das  hohes gläubiges Streben und Trachten besitzt, über  die Verheißungen des Korans hinsichtlich der göttlichen Hilfen an die Gläubigen Gewissheit hegt und sich nicht vor dem Tod fürchtet sondern sich auf dem Wege Gottes  den Märtyrertod wünscht, hat zweifellos klare Zukunftsperspektiven vor sich liegen.“

Der geehrte Ajatollah Khamenei gedachte  in einem weiteren Teil seiner Ausführungen Dr. Mostafa Tschemrans. Er nannte diesen Märtyrer einen Menschen mit Glauben, der sich auf Gottes Wege anstrengte und kämpfte, mutig und weitsichtig, gelehrt und gerecht war. Er nannte ihn einen Menschen mit Fertigkeiten und mit Ausstrahlung , Freund der Gebete und Besitzer einer feinen Seele, dem es nicht auf Einkommen und weltliches Ansehen und einen weltlichen Posten ankam.

Über ihn sagte er, Schahid Tschemran sei ein ausgezeichnetes Beispiel für einen Bassidschi-Akademiker gewesen, der Wissen und Handeln, Tradition und Modernisierung, Liebe und Vernunft in sich vereinte. Ajatollah Khamenei unterstrich: „Von den Universitäten der Islamischen Republik wird erwartet, dass sie Menschen wie Märtyrer Tschemram hervorbringen.“  Ajatollah Khamenei, Oberhaupt der Islamischen Revolution sagte, es sei ein sinnvoller Vorschlag, den Jahrestag des Märtyrertodes Dr. Mostafa Tschemran zum Tag des Bassidsches der Akademiker zu ernennen.  
 

Zu Beginn dieses Treffens legten einige Wissenschaftler ihre Standpunkte über wissenschaftliche und universitäre Fragen und Fragen des Landes dar. Es waren:

Dr. Resa Rusta-azad, Beauftragter der Abteilung Forschung und Technologie der Sanate-Scharif-Universität;

Dr. Zolfigol, Universitätsprofessor und Sekretär der Chemie-Gemeinschaft, international renommierter Wissenschaftler und Leiter der Bu-Ali-Sina-Universität Hamadan;

Dr. Faslollah Mussawie, Jura-Professor und Leiter der Fakultät für Rechts- und Politikwissenschaften der Universität Teheran;

Dr. Seyyed Mohammad Taqi `Alawi, Leiter der Tabriser Universität und wissenschaftlicher Ratgeber der rechtswissenschaftlichen Gruppe dieser Universität;

Frau Dr. Chaz`ali, Assistenzprofessorin für arabische Sprache und Kultur sowie Leiterin der Fakultät für Literatur und Fremdsprachen der Al-Zahra-Universität;

Dr. Dschehanbachsch Ra`uf, Professor an der chemischen Fakultät der Universität Mazanderan;

Hodschat-ul-Islam Dr. Gordschian, Assistenzprofessor im Fach Philosophie und Mitglied der Gruppe Philosophie und rationale Theologie der Universität Baqer-Al-`ulum der Stadt Qum;

Und Dr. Seyyed Hassan Imami Rasawi, Assistenzprofessor der Universität für Medizinwissenschaften Teheran und Vizeminister- der Abteilung medizinische Behandlung im Ministerium für Gesundheitswesen, medizinische Behandlung und medizinische Lehre.  

Die wichtigsten Punkte, welche diese Universitätsdozenten in ihren Ansprachen behandelten, waren:

Notwendigkeit der Verwirklichung einer Forschungsversicherung zur Unterstützung von Forschern;

Kritik an der Senkung des Forschungsbudgets für Universitäten und akademische Lehrinstitute;

Nutzung der Kapazitäten der Universitäten in Wissenschaft und Forschung bei großen Nationalprojekten wie der Zielausrichtung von Subventionen;

Beachtung des Prinzips der Gerechtigkeit hinsichtlich der 30-jährigen Errungenschaften der Islamischen Staatsordnung und Vermeidung eines Verlustes  dieser Errungenschaften bei politischen Uneinigkeiten;

die Notwendigkeit, dass die Aktivitäten der Studentenvereinigungen über politische Ansprachen hinausgehen;

Ernstnehmen der Ausbildung von Leitenden Kräften;

Präzises Wissen über die Methoden des „samtenen Krieges“ an den Universitäten und Wege zu dessen Abwehr;

Notwendigkeit einer grundsätzlichen Wandels im Bereich der Humanwissenschaften und die Gestaltung dieses wissenschaftlichen Bereichs  aufgrund einheimischen Wissens und Denkens;

Schaffung von Möglichkeiten für Studien besonders begabter Professoren im Inland;

Ernsthaft und detaillierte Betrachtung des  Fach „Frauen und Familienstudien“ und Korrektur der Texte und des Lehrstoffes dieses Faches aufgrund  religiöser und einheimischer Orientierungen;

Bildung eines wissenschaftlichen Zentrums für Frauen;

Ausdehnung des virtuellen Lehrsystems in verschiedenen wissenschaftlichen Fächern;

Gleichzeitige Beachtung der Maßstäbe der Wissenschaft und der Werte bei der Wahl der Mitglieder des wissenschaftlichen Kaders;

Notwendigkeit einer ernsthafteren Beachtung der Elementarwissenschaften;

Erzielung des einheimischen Fortschritts im Bereich akademischer Ausbildung;

Verzicht auf rein periodische Kulturarbeit an den Universitäten.

Bei diesem Treffen mit Ajatollah Khamenei legte  auch Dr. Bachtiari, der Leiter der Organisation des Professorenbassidsches, einen Bericht über die Tätigkeiten dieser Organisation  vor. Er sagte, dass diese Organisation unter anderem folgende Ziele hat: Aufbau von Kapazität und die Übereinstimmung  der Professoren zur Mitbeteiligung an dem wissenschaftlichen Dschihad, die wissenschaftliche Soft-ware-Bewegung, kontinuierliche Feststellung der wichtigsten Fragen des Landes und Austausch mit  Institutionen zu deren Lösungen sowie effektive Teilnahme in den kulturellen Bereichen.